Heutige Reden, bieten oft nur wenig an substanziellen
Inhalten und vermögen kaum, den Zuhörer zu inspirieren oder positiv zu
berühren. Sie erzeugen lediglich Meinungen und Vorurteile, die bestehende
Denkmodelle festigen. Impulse für Erkenntnisse sind dünn. Diese Art von Reden
teilen meist nur das Schicksal der Boulevardnachrichten. Sie sind wie kurz
leuchtende Sternschnuppen, die in der Dunkelheit verglühen.
Wer hats erfunden? Alte Wetterkunde neu gelesen Maharishi Parāśara und die vedische Wetterprognose im Vergleich zu FitzRoy Eine interkulturelle Quellenkritik zur Geschichte der Meteorologie Wem gebührt das Verdienst, die Wettervorhersage „erfunden“ zu haben? Der britische Admiral Robert FitzRoy, der im 19. Jahrhundert den Begriff weather forecast prägte? Oder finden sich viel frühere, systematisch ausgearbeitete Wetterbeobachtungen in anderen Kulturräumen? Ein Blick in die vedische Kultur Indiens eröffnet eine erstaunliche Tiefe: Bereits vor über zweitausend Jahren beschrieb Maharishi Parāśara, der Autor der Bṛhat Parāśara Horā Śāstra, detaillierte Zyklen, planetare Einflüsse und klimatische Prozesse. Dieser Artikel beleuchtet die alte indische Wetterkunde, ihre astrologischen und ökologischen Grundlagen und setzt sie in Bezug zur modernen westlichen Meteorologie – unter besonderer Berücksichtigung von interkultureller Quellenkritik. 1. Die europäische Zuschreibung: FitzRoy als „Erfind...