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Die Schale des Janaka - Von der Freiheit, mitten in der Welt unberührt zu bleiben

Die Schale des Janaka Eine Geschichte über Freiheit, Gegenwärtigkeit und die Kunst, mitten in der Welt bei sich zu bleiben. Wie frei sind wir wirklich, wenn uns die Welt mit ihren Wünschen, Erwartungen und Verlockungen umgibt? Müssen wir uns von allem zurückziehen, um inneren Frieden zu finden – oder liegt die tiefere Kunst vielleicht darin, mitten im Leben zu stehen und dennoch nicht den Kontakt zu unserer inneren Mitte zu verlieren? Die alte vedantische Erzählung von Śuka und Janaka führt uns genau an diese Schwelle. Sie erzählt von zwei Menschen, die äußerlich kaum unterschiedlicher sein könnten: Śuka, der junge Weise, der scheinbar nichts besitzt und nichts begehrt – und Janaka, der König von Mithilā, der von Reichtum, Macht und Verantwortung umgeben ist. Der eine kommt aus der Stille der Entsagung, der andere lebt mitten im geschäftigen Palast des Lebens. Und doch begegnen sich beide in derselben Erkenntnis: Wahre Freiheit hängt nicht davon ab, ob wir die Welt verlassen. Sie zeigt...
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Die Umbenennung von Delhi zu Indraprastha

 Die Umbenennung von Delhi zu Indraprastha Von Delhi nach Indraprastha – Die Rückkehr einer Zivilisation zu ihren Wurzeln Was erzählt der Name einer Stadt über das Gedächtnis einer Nation? Und was geschieht, wenn ein Land beginnt, seine Geschichte nicht länger durch die Brille kolonialer Epochen, sondern aus der Tiefe seiner eigenen Zivilisation zu betrachten? Namen sind weit mehr als geografische Bezeichnungen. Sie sind Träger von Erinnerungen, Identität und Weltanschauungen. Kaum eine Stadt verdeutlicht dies eindrucksvoller als Delhi – oder vielleicht treffender: Indraprastha. Die gegenwärtige Debatte um eine mögliche Umbenennung von Neu-Delhi in Indraprastha ist deshalb weit mehr als eine politische Diskussion. Sie berührt die Frage, wie Indien seine Vergangenheit versteht und welche Geschichte es künftig erzählen möchte. Delhi – Ein Name mit vielen Ursprüngen Die Herkunft des Namens Delhi – historisch auch Dilli oder Dhillika – lässt sich bis heute nicht mit letzter Sicherhei...

Wenn der Monsun die Seele wäscht

 Was ich jedes Jahr in Kerala über das Ramayana, Ayurveda und die Kunst des inneren Friedens lerne "Der Glaube ist der Vogel, der das Licht spürt und singt, noch bevor der Morgen anbricht." – Rabindranath Tagore Was geschieht, wenn der Himmel seine Schleusen öffnet und wochenlang Regen auf die Erde fällt? Kann ein Sturm mehr sein als ein Naturereignis – vielleicht sogar ein Lehrer, der uns an etwas erinnert, das wir längst vergessen haben? Seit vielen Jahren führt mich mein Weg immer wieder nach Kerala, in den tropischen Süden Indiens. Dort, wo die Kokospalmen im Wind des Arabischen Meeres schaukeln, die Tempelglocken den Tag begleiten und der Duft von Jasmin, Kardamom und feuchter Erde die Luft erfüllt, entsteht mit Jyotibhoomi ein Ort der Begegnung. Ein Ort für Meditation, Vedānta, Jyotiṣa, Ayurveda und den lebendigen Dialog zwischen den Kulturen. Doch ich reise nicht nach Kerala, um Sehenswürdigkeiten zu sammeln oder exotische Geschichten mit nach Hause zu bringen. Ich rei...