Direkt zum Hauptbereich

Posts

Es werden Posts vom 2025 angezeigt.

Die Raunächte -Zwischenraum

 Die Raunächte öffnen einen zeitlosen Zwischenraum, in dem sich Vergangenheit und Zukunft berühren. Was geschieht, wenn die Ordnung der Tage schweigt und der Mensch wieder lernt zu lauschen? Die Raunächte – Schwellenzeit zwischen den Welten Die Raunächte gelten seit Jahrtausenden als eine besondere Phase jenseits der gewöhnlichen Zeit. Sie sind jene geheimnisvollen Nächte „zwischen den Jahren“, in denen – so die alte Vorstellung – die Schleier zwischen den Welten dünner werden. Mythologisch, spirituell und psychologisch markieren sie eine Initiationszeit, einen Übergang von der äußeren Ordnung in die innere Schau. Der Begriff Raunacht wird meist auf zwei Ursprünge zurückgeführt: „Rauh“ im Sinne von wild, ungezähmt, archaisch „Rauch“, da Räucherungen ein zentrales Schutz- und Reinigungsritual waren Beide Deutungen ergänzen sich: Die Raunächte sind rau, weil sie uns mit dem Unkontrollierbaren konfrontieren – und sie werden durch Rauch gezähmt, durch Bewusstsein, Gebet und Ritual. ...

Nein zur Wehrpflicht – Ja zu Frieden

  Nein zur Wehrpflicht – Ja zu Frieden, Ahimsa und der Muschelhornkampagne Wohin führt eine Gesellschaft, die versucht, Angst stärker zu kultivieren als Vertrauen? Und welche neuen Wege öffnen sich, wenn Menschen beginnen, sich nicht als gegeneinander gerichtete Gruppen, sondern als Teil eines gemeinsamen Atems zu verstehen? Seit Jahrtausenden zeigt die Menschheitsgeschichte, dass wahrer Fortschritt immer dann gelang, wenn Kooperation vor Konfrontation stand. Die alten Weisen Indiens, Griechenlands und Persiens wussten: Frieden ist keine politische Maßnahme, sondern eine gelebte Bewusstseinsform – kultivierbar, vermittelbar, erlernbar. Krieg beginnt im Denken – Frieden ebenso Shankara erinnerte in seinem Vivekachudamani : „Ist der Geist friedlos, erscheint die ganze Welt unstet.“ Und C.G. Jung ergänzte: „Die äußere Welt wird sich erst wandeln, wenn die innere Welt Frieden findet.“ Diese Einsicht bildet den Kern vedischer Ethik: • Kriegstreiberei entsteht in einem Klima innerer Unru...

Gita Mahotsav Pressemitteilung

Gita Mahotsav 🚀 PRESSEMITTEILUNG Globales Weisheits-Event setzt Zeichen für die Zukunft der Führung: Die Essenz der Bhagavad Gita trifft auf Holistic Leadership Intelligence (HLI) KÖLN/KURUKSHETRA, 01. Dezember 2025 Die tiefgründige Verbindung von zeitloser Weisheit und zukunftsorientierter Führung steht im Mittelpunkt des diesjährigen Internationalen Gita Mahotsav. Im Rahmen der globalen Veranstaltungsreihe, die in Kurukshetra ihren Höhepunkt fand, präsentierte sich eine transformative Vision: Die Brücke von traditioneller Spiritualität zu moderner, ganzheitlicher Führung, verankert in der Holistic Leadership Intelligence (HLI) und dem Framework Sampradāya 2.0. Ein historischer Höhepunkt der Feierlichkeiten war die kollektive Rezitation der Bhagavad Gita durch 21.000 Kinder im Keshav Park in Dharmakshetra, Kurukshetra. Dieses beeindruckende Engagement symbolisiert die dringende Notwendigkeit, ethische, bewusste und wertebasierte Prinzipien bereits in jungen Jahren zu verankern – gena...

Von der Esoterik zum Bewusstsein

Von der Esoterik zum Bewusstsein – Warum Yoga, Meditation und Kampfkunst keine Glaubenssache sind Was passiert, wenn ein ganzes Land die eigene innere Kultur vergisst? Wie konnte es geschehen, dass Worte wie Yoga, Meditation oder Achtsamkeit im Land der Dichter, Denker und Philosophen zu einem Etikett für „Esoterik“ geworden sind? Während die Welt längst entdeckt hat, dass geistige Schulung die Grundlage moderner Bildung ist, hält Deutschland noch immer an alten Vorurteilen fest – als würde Bewusstsein etwas Mystisches und nicht etwas Menschliches sein. Das alte Paradigma: Wenn Unwissen zur Meinung wird In Deutschland gibt es eine merkwürdige Scheu vor allem, was mit innerer Erfahrung zu tun hat. Yoga gilt als Gymnastik für Frauen, Meditation als weltflüchtig und Karate als aggressiv – ein Dreiklang des Missverständnisses. Dabei sind sie in Wahrheit Wege der Disziplin, der Achtsamkeit und der Selbsterkenntnis. Diese Verzerrung wurzelt in einer Denkweise, die seit der Aufklärung das Gei...

Halloween – Vom Tanz mit den Schatten zur Rückkehr ins Licht

 · Halloween – Vom Tanz mit den Schatten zur Rückkehr ins Licht Warum feiern wir die Dunkelheit, wenn es doch das Licht ist, das uns nährt und heilt? Warum verkleiden sich Menschen als Dämonen und Tote, anstatt das ewige Leben zu ehren?  Halloween, einst ein Fest des Übergangs und der inneren Reinigung, ist zu einem Spektakel des Kommerzes und der Angst verkommen – ein Spiegel unserer Zeit, in der der Mensch das Licht sucht, aber die Schatten konsumiert. Der spirituelle Ursprung von Halloween – Samhain, das Fest des Übergangs Lange bevor Plastikmasken, Skelettkostüme und Horrorfilme das Bild bestimmten, war Samhain (ausgesprochen „Sow-in“) ein heiliger Moment im Jahreskreis der Kelten. Es markierte das Ende des alten Jahres und den Beginn eines neuen Zyklus – die Schwelle zwischen Sommer und Winter, Leben und Tod, Sichtbarem und Unsichtbarem. In dieser Nacht, so glaubten die Druiden, öffneten sich die Tore zwischen den Welten. Die Seelen der Ahnen kehrten heim, um gesegnet zu ...

Frieden als Gabe und Verantwortung

Wie oft wünschen wir uns eine friedliche Welt – frei von Krieg, Hass und Spaltung? Und doch stellt sich die Frage: Liegt dieser Frieden wirklich außerhalb von uns, in den Händen von Politikern, Staatenlenkern und Mächtigen, oder trägt jeder von uns ihn bereits wie einen verborgenen Schatz in sich? Das folgende Zitat weist uns einen klaren Weg:  „Wenn der Mensch von Gott die Gabe erhält, Frieden in sich selbst zu entfalten und in die Welt hinauszutragen, und er dennoch schweigt oder untätig bleibt, dann trägt er Mitverantwortung dafür, dass Konflikte und Kriege weiterbestehen.“ Frieden als innerer Same Stell dir den Frieden wie einen unscheinbaren Samen vor, der tief im Inneren jedes Menschen ruht. Er ist uns nicht zufällig gegeben, sondern als Teil unserer göttlichen Ausstattung – so wie die Fähigkeit zu lieben, zu denken und zu erschaffen. Doch ein Same allein genügt nicht. Bleibt er ungenutzt, verdorrt er. Erst wenn er Wasser, Licht und Pflege erhält, wächst er zu einem Baum, des...

Psychologische Gesundheit im Licht des Welttags 2025

Zwischen Individuum und Gesellschaft Was bedeutet es eigentlich, psychologisch gesund zu sein in einer Welt, die sich immer schneller dreht? Ist seelisches Wohlbefinden bloß die Abwesenheit von Störungen, oder verbirgt sich dahinter eine tiefere Dimension des Menschseins, die seit Jahrtausenden in den vedischen Schriften beschrieben wird? Die vielschichtige Natur psychologischer Gesundheit Der internationale Tag der seelischen Gesundheit findet seit 1992 jährlich am 10. Oktober statt und wurde durch die World Federation for Mental Health mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Lass Zuversicht wachsen – Psychisch stark in die Zukunft" beschäftigt sich die bundesweite Woche der Seelischen Gesundheit 2025 vom 10. bis 20. Oktober mit unserer seelischen und gesellschaftlichen Zukunftsfähigkeit. Diese Initiative wirft ein Licht auf eine grundlegende Frage unserer Zeit: Was verstehen wir unter psychologischer Gesundheit? Die WHO definiert psy...

Literaturnobelpreis an den Meister der Apokalypse

Der Literaturnobelpreis und die Verantwortung des Wortes Welche Richtung gibt die höchste literarische Auszeichnung der Welt einer Gesellschaft, die nach Orientierung sucht? Ist es die Aufgabe großer Literatur, uns in den Abgrund zu führen oder den Weg aus ihm heraus zu weisen? Die Schatten werfen keine Sterne Der diesjährige Literaturnobelpreis wurde erneut an einen Autor verliehen, dessen Werk von düsterer Melancholie, apokalyptischen Visionen und einer Ästhetik des Verfalls durchzogen ist. Während Kritiker die "kompromisslose Ehrlichkeit" und "radikale Authentizität" solcher Darstellungen preisen, stellt sich eine fundamentalere Frage: Welche Verantwortung trägt Literatur – insbesondere jene, die mit dem Nobelpreis gekrönt wird – gegenüber einer Gesellschaft, die bereits unter Angststörungen, Depressionen und existenzieller Desorientierung leidet? Die WHO berichtet, dass weltweit mehr als 280 Millionen Menschen an Depressionen leiden, Tendenz steigend. In einer s...

Köln-Marathon 2025, 05.10.2025

 Der Köln-Marathon zeigt einmal mehr, was innere Führung und Selbstbewusstsein bedeuten. Mehr als 37.000 Läufer trotzten Wind und Wetter, getragen von Disziplin, mentaler Stärke und der Begeisterung der Zuschauer. So ein Lauf ist mehr als Sport – er ist dynamische Meditation in Bewegung: Schritt für Schritt, Atemzug für Atemzug, ganz im Einklang mit Körper und Geist.  Hier erfüllt sich, was Yoga, Vital Self Meditation und auch Jyotish lehren – dass wahre Stärke aus der Verbindung von innerer Klarheit, Selbstmitgefühl und Zielbewusstsein erwächst. Neue Rekorde sind nicht nur Zahlen, sondern Ausdruck davon, wie Menschen ihre Grenzen verschieben und Selbstaktualisierung im Hier und Jetzt leben. Innere Führung und Selbstbewusstsein – das sind zentrale Qualitäten auf dem Weg der Selbstaktualisierung. Yoga, Vital Self Meditation und auch Jyotish lehren uns, dass wahre Kraft nicht nur in der äußeren Handlung liegt, sondern im Bewusstsein, das dahintersteht.  Worum geht es wirkli...

Die verlorene Stimme der Wahrheit

 Von der Hoffnung zum Kollaps: Eine Reise durch die Verwandlung unserer Kommunikationskultur Einleitung: Wenn Brücken zu Gräben werden Was geschieht mit einer Gesellschaft in nur acht Jahren? Wie kann aus der lebendigen Hoffnung auf Dialog, die wir 2017 in der Lutherkirche Köln-Südstadt gemeinsam zelebriert haben, der erschütternde Befund eines kommunikativen Kollapses werden? Diese Frage ist nicht rhetorisch – sie ist existenziell und fordert deine ehrliche Auseinandersetzung. Am 18. Januar 2017 stand ich vor einer engagierten Versammlung und sprach über "Die Macht der Worte im interkulturellen Dialog des Friedens". Die Atmosphäre war von Aufbruch geprägt, von der tiefen Überzeugung, dass wir – wenn wir nur wollten – durch bewusste, empathische Kommunikation Brücken zwischen Kulturen, Religionen und Weltanschauungen bauen könnten. Wir diskutierten darüber, wie das einfühlsame Zuhören, der respektvolle Perspektivenwechsel und die sorgfältige Wortwahl Fundamente für ein friedl...